Cristina Sáenz von "Rioja Delikat" und die Eurovino 2026

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Cristina Sáenz  von "Rioja Delikat" und die Eurovino 2026

Auf der Eurovino 2026 in Karlsruhe war die Luft elektrisch geladen – ein vibrierendes Mosaik aus Stimmen, Gläserklirren und dem Duft frisch entkorkter Jahrgänge. Zwischen Importeuren, Lieferanten, Produzenten, Gastronomen und ausgewiesenen Weinexperten führte ich zahlreiche inspirierende Gespräche über Trends, Terroir und die Zukunft des Weins.
Mein eigener Ankerpunkt war Stand C11, wo die Weine von Heras Cordon präsentiert wurden: charakterstarke Rioja-Gewächse in allen Preissegmenten, aus einem traditionsreichen Familienbetrieb – und sogar Hoflieferant des Vatikans. Ein Stand, an dem Herkunft, Handwerk und Haltung spürbar wurden.
Genau hier, am C11 der Eurovino 2026, begegnete ich Cristina Sáenz. In unserem Gespräch erzählte sie mir von ihrem Projekt „Rioja Delikat“ – einer Idee, die weit mehr ist als ein Name auf einem Etikett. Worum es dabei geht, welche Vision dahintersteht und warum Rioja für sie eine Herzensangelegenheit ist, erfahren Sie im folgenden Interview.



Cristina Sáenz  und die Eurovino 2026. Die Fachmesse für Wein in Karlsruhe.


Hier sind zwölf spannende Fragen, die das Projekt RiojaDelikat facettenreich beleuchten und zugleich Persönlichkeit, Strategie und Vision sichtbar machen:

1. Wie ist die Idee zu RiojaDelikat entstanden? Gab es einen bestimmten Moment, der den Ausschlag gegeben hat?

Die Idee zu RiojaDelikat entstand, als ich nach Deutschland gezogen bin und merkte, dass ich mich beruflich neu erfinden wollte. Ich hatte zuvor viele Jahre im Bereich Vertriebsleitung gearbeitet und befand mich plötzlich in einer Phase der Reflexion: Und jetzt – wie geht es weiter?
 
Ich wollte in einem Bereich arbeiten, der mir wirklich Freude macht und in dem ich mich wohlfühle. Der Wein kam in diesem Prozess ganz natürlich ins Spiel, denn er war schon immer Teil meines Lebens und meines Umfelds. So begann langsam die Idee zu wachsen, ein Projekt aufzubauen, das meine Heimat mit meinem neuen Leben in Deutschland verbindet.
 

2. Warum hast du dich bewusst für Rioja entschieden? Was macht diese Region für dich einzigartig?

Die Entscheidung war eigentlich ganz selbstverständlich: Ich komme aus Logroño, der Hauptstadt von La Rioja – und wer könnte diese Region besser vertreten als jemand, der dort aufgewachsen ist?
 
Dank meines Vaters und seines Freundeskreises hatte ich schon früh die Gelegenheit, die Weinberge aus nächster Nähe kennenzulernen. In La Rioja sind Familien sehr stark mit dem Land und den Dörfern verbunden. Wein ist dort nicht einfach nur ein Produkt – er ist eine tragende Säule unserer Geschichte, unserer persönlichen Beziehungen und unserer Kultur.
 
Für mich bedeutet Rioja Herkunft, Identität und eine ganz besondere Lebensweise.
 

3. Was bedeutet der Name „RiojaDelikat“ für dich? Steckt dahinter eine besondere Philosophie?

Der Name RiojaDelikat war von Anfang an eine Art Absichtserklärung.
 
Rioja besitzt einen ganz eigenen Charakter. Das Wort Delikat steht für ein Gefühl gegenüber dieser Landschaft und ihrer Kultur. Einen Rioja zu trinken bedeutet mehr, als einfach nur Wein zu trinken – es ist eine Erfahrung, die mit einem echten Genussmoment verbunden ist.
 
Ein Schluck Rioja umhüllt einen sanft und lässt seine DNA – die Erde, das Klima, die Geschichte und die Menschen – direkt zu einem sprechen.
 

4. Wer genau ist deine Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe ist vielfältig, denn Wein verbindet sehr unterschiedliche Menschen.
 
Zum einen arbeiten wir mit Bodegas in Spanien zusammen und fungieren als Brücke zwischen Deutschland und der Region Rioja.
 
In Deutschland arbeiten wir vor allem mit:
 
  • Restaurants
     
  • Unternehmen, die ein besonderes und einzigartiges Geschenk suchen
     
  • sowie Endkunden über Weinverkostungen und Veranstaltungen
     
Als Botschafterin des Rioja ist mein Ziel eigentlich ganz einfach: ein Glas Freude auf jeden Tisch zu bringen. Bei einem Familienessen, bei einem besonderen Abend zu zweit, bei einem Moment der Ruhe mit einem Buch oder einfach zum persönlichen Genuss.
 
Wein begleitet uns Menschen seit Jahrhunderten – und er ist bis heute eine der schönsten Arten, Momente miteinander zu teilen.
 

5. Worin unterscheidet sich RiojaDelikat von anderen Rioja-Angeboten auf dem Markt?

Bei RiojaDelikat arbeiten wir mit Projekten, die uns wirklich begeistern. Wir sprechen gern von „Rioja 2.0“: Bodegas in vierter oder fünfter Generation, die familiäre Tradition mit einer Vision des 21. Jahrhunderts verbinden.
 
Es ist eine Generation mit viel Ausbildung und Wissen, die technisches Know-how mit dem Erbe ihrer Familien und ihrer Böden vereint.
 
Unsere Philosophie ist sehr klar: Wir arbeiten nur mit Weinen, die wir auch selbst zu Hause öffnen würden. Ehrliche Projekte mit Geschichte, Persönlichkeit und Authentizität.
 
Unser Ziel ist es, in Deutschland sowohl sehr kleine Produktionen – manchmal nur 300 oder 1.000 Flaschen pro Wein – als auch Kooperativen mit hervorragender Qualität und sehr attraktiven Preisen sichtbar zu machen.
 

6. Welche Rolle spielen Tradition und Innovation in deinem Projekt?

Für uns sind Tradition und Innovation keine Gegensätze – sie ergänzen sich.
 
Tradition bedeutet Wissen, Respekt vor dem Land und eine klare Identität. Innovation wiederum eröffnet neue Möglichkeiten in der Weinbereitung und hilft, sich an moderne Märkte anzupassen.
 
Unser Projekt bewegt sich genau in diesem Gleichgewicht: die Herkunft respektieren und gleichzeitig nach vorne schauen.
 

7. Wie wählst du deine Weine oder Partnerbetriebe aus?

Hier kommt eine sehr wichtige Person ins Spiel: mein Bruder Víctor, der im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina lebt und ebenfalls im Weinimport tätig ist.
 
Wir bilden ein sehr gutes Team. Er stellt den ersten Kontakt zu den Bodegas her, ich verkoste die Weine, und die Entscheidungen treffen wir gemeinsam.
 
Jeder Markt hat seine eigenen Besonderheiten, daher funktionieren nicht immer die gleichen Weine in Deutschland und in Brasilien. Unser Projekt in Brasilien läuft unter dem Namen RiojaLuxuryWein.
 
In diesem Jahr beginnen wir außerdem damit, deutsche Weingüter für den Export nach Brasilien zu entdecken, denn dort gibt es einen sehr großen und spannenden Markt.
 
Unsere Entscheidungen basieren immer auf drei Faktoren:
 
  • Qualität
     
  • Authentizität des Projekts
     
  • und die Passung zum jeweiligen Markt
     
Alles immer aus unserer Perspektive von Tradition und Innovation.
 

8. Welche Herausforderungen gab es beim Aufbau von RiojaDelikat?

Die größte Herausforderung war es, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verstehen, um in Deutschland korrekt arbeiten zu können.
 
Dabei war es ein großer Vorteil, gute Beratung zu haben. Die Leonardo Deutsch Gestoría & Consultoría hat uns während des gesamten Prozesses begleitet und alles deutlich einfacher gemacht.
 
Aus dieser Erfahrung habe ich etwas Wichtiges gelernt: Deutschland ist ein Land voller Chancen, und es gibt hervorragende Fachleute, die einen auf dem Weg zur eigenen Firma unterstützen.
 

9. Wie hast du die Eurovino 2026 in Karlsruhe erlebt?

Die Eurovino 2026 war für mich definitiv eine der großen Entdeckungen des Jahres.
 
Die Organisation war hervorragend und die Messebereiche waren sehr klar strukturiert. Besonders gefallen hat mir auch die Größe der Messe: Sie war ideal, um echte Gespräche zu führen und interessante Projekte wirklich kennenzulernen.
 
Ich erinnere mich besonders daran, dass einige Ideen, die wir für 2026 entwickeln, dort bereits passende Partner und spannende Synergien gefunden haben.
 

10. Welche Bedeutung haben Messen wie die Eurovino für dein Projekt?

Für RiojaDelikat sind alle drei Aspekte wichtig. Sie ermöglichen es uns, neue Projekte zu entdecken, Beziehungen aufzubauen und gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln.
 

11. Wo kann man RiojaDelikat aktuell finden?

RiojaDelikat ist derzeit in den sozialen Netzwerken präsent:
 
Außerdem arbeiten wir aktuell an unserer eigenen Website.
 
In der Region zwischen Pirmasens und Saarbrücken arbeiten wir bereits mit mehreren Restaurants zusammen und organisieren regelmäßig Weinverkostungen.
 
Darüber hinaus haben wir begonnen, auch Online-Weinverkostungen anzubieten. Unser Angebot umfasst alles, was wir bereits beschrieben haben, und geht noch einen Schritt weiter: Wir organisieren Verkostungen mit Live-ÜbersetzungOnline-Tastings, sowie Beratung bei der Gestaltung von Weinkarten für Restaurants oder beim Aufbau persönlicher Weinsammlungen und privater Vinotheken. Unser Ziel ist es, Menschen den Rioja auf eine authentische, zugängliche und genussvolle Weise näherzubringen – egal ob in einem Restaurant, zu Hause oder im digitalen Raum.
 

12. Was sind deine Visionen für die Zukunft?

Unsere nächsten Schritte bestehen darin, die Zusammenarbeit mit den Bodegas, mit denen wir bereits arbeiten, in Deutschland weiter zu festigen und unser Sortiment um weitere spanische Herkunftsbezeichnungen zu erweitern.
 
Gleichzeitig möchten wir eine weitere kulinarische Welt integrieren, die perfekt zum Wein passt: Jamón und iberische Wurstspezialitäten.
 
In fünf Jahren wünschen wir uns, einen physischen Standort in Rheinland-Pfalz zu haben und vollständig in das lokale Leben integriert zu sein – mit Präsenz auf Messen, bei Festen und in der gastronomischen Kultur der Region.
 
Ein weiterer Traum ist es, Reisen in unsere Heimat Rioja zu organisieren, damit Menschen die Weinberge, die Bodegas und die Kultur hinter jeder Flasche persönlich erleben können.
 
Denn für uns ist Rioja-Wein viel mehr als nur ein Getränk:
Er ist ein verbindender Faden – zwischen Zeit, Freundschaft, Familie und gemeinsamen Momenten.



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