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Petrus 1982: Der legendäre Rotwein aus Pomerol

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Petrus 1982: Warum dieser Rotwein aus Pomerol die Weinwelt verändert hat Es ist kurz nach sieben. Die Theke meiner Toro Tapasbar ist noch leer, die ersten Gäste kommen erst in einer Stunde. Vor mir steht eine Flasche Petrus 1982, daneben liegt ein Korkenzieher. Ich schaue die Flasche an und kann mich nicht entscheiden. Ich habe in meinem Leben viele gute Weine in der Hand gehalten. Lafite, Mouton Rothschild, Antinori, Vega Sicilia, Pingus, Expresion – Flaschen, bei denen man kurz innehält, bevor man sie öffnet. Weine, die zeigen, was möglich ist, wenn jemand wirklich weiß, was er tut. Aber Petrus ist immer wieder etwas anderes. Kein Vergleich, keine Konkurrenz – einfach eine andere Kategorie. Und die Frage, die mich gerade beschäftigt, während ich den Korkenzieher in der Hand drehe: Wann ist der richtige Moment, diese Flasche aufzumachen? Ist jetzt der richtige moment? Ich zweifle etwas. Es gibt Weine, über die man spricht, ohne sie je getrunken zu haben. Und dann gibt es den Petrus ...

Korkernte weltweit: Von Katalonien bis Portugal – Tradition, Nachhaltigkeit und Kosten

  Korkernte weltweit: Von Katalonien bis Portugal – Tradition, Nachhaltigkeit und Kosten Wer an Kork denkt, sieht meist Weinflaschen vor sich. Aber Kork ist weit mehr: Dämmmaterial, Schuhe, Möbel – und in manchen Regionen immer noch ein Handwerk, das fast so alt ist wie die Bäume selbst. Korkeichen stehen in Spanien, Portugal, Italien, Nordafrika und sogar in kleinen Teilen Südfrankreichs. Doch die traditionellen Korkernten werden immer seltener, während neue nachhaltige Produkte entstehen. Wo auf der Welt Kork geerntet wird Portugal ist unangefochten die Nummer eins: Rund 50 % des weltweiten Korks stammt von hier. Die Ernte erfolgt von Hand, ähnlich wie in Katalonien: Die Rinde wird vorsichtig abgezogen, um den Baum nicht zu beschädigen. Spanien ist der zweite große Produzent, vor allem Andalusien, Extremadura und Katalonien. Italien, Marokko, Algerien und Tunesien liefern kleinere Mengen. Mechanisierte Ernte kommt meist in Plantagen vor, aber handgeernteter Kork ist nach ...

Unterwasser-Weinlagerung: Wenn Wein im Mittelmeer reift

  Unterwasser-Weinlagerung: Wenn Wein im Mittelmeer reift Wein lagert man klassisch im Keller. Dunkel, ruhig, konstant temperiert. Doch einige Winzer stellen diese Tradition auf den Kopf – oder besser gesagt: sie versenken ihre Fässer. In den letzten Jahren hat sich die Unterwasser-Weinlagerung von einer kuriosen Idee zu einer ernsthaften Methode entwickelt. Besonders im Mittelmeer experimentieren innovative Weingüter mit der Reifung unter der Wasseroberfläche. Warum das Ganze? Ganz einfach: Unter Wasser herrschen Bedingungen, die einem perfekten Weinkeller erstaunlich ähnlich sind – nur eben natürlicher. Warum Winzer ihre Weine ins Meer schicken In 30 bis 60 Metern Tiefe liegt die Temperatur konstant bei rund 12 bis 15 Grad. Es ist dunkel, ruhig, kaum Temperaturschwankungen, kein Sauerstoff. Genau das, was Wein liebt. Dazu kommt: Der Druck ist höher als an Land, und das Meerwasser erzeugt eine sanfte Bewegung, die den Reifungsprozess beeinflussen kann. Die Idee entstand teil...