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Spanien ist eines der größten Weinländer der Welt, liegt beim Pro-Kopf-Weinkonsum aber deutlich hinter Portugal, Frankreich und Italien.
Pro-Kopf-Konsum: ca. 20–22 Liter pro Jahr
Gesamtkonsum: Top 3 weltweit
Trend: seit Jahrzehnten rückläufig
Damit liegt Spanien heute unter Deutschland und klar unter den klassischen Spitzenreitern.
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In den 1960er- und 70er-Jahren lag der Konsum noch bei über 70 Litern pro Kopf. Mit Urbanisierung, Industrialisierung und veränderten Arbeitszeiten verschwand der tägliche Tischwein.
Spanien ist inzwischen ein Bierland im Alltag. Das „caña“-Ritual in Bars hat den einfachen Hauswein vielerorts ersetzt.
Ein großer Teil des spanischen Weins wird exportiert. Qualität und Menge gehen ins Ausland, während im Inland weniger regelmäßig getrunken wird.
In vielen Bars steht Wein heute nicht automatisch auf dem Tisch. Bestellt wird gezielt, oft nur zum Essen. Dazwischen: Bier, Wasser, Kaffee.
Wein ist eher Begleiter von Anlässen, nicht mehr Grundnahrungsmittel.
Spanien hat die größte Rebfläche der Welt, aber nicht den höchsten Ertrag pro Hektar.
Viele der günstigsten Exportweine stammen aus Spanien, werden aber im Ausland unter anderen Marken verkauft.
Junge Spanier trinken weniger Alkohol insgesamt, greifen aber bei Wein häufiger zu höherwertigen Flaschen.
🍇 Viel Rebe, wenig Routine.
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| Spanien hat die größte Rebfläche der Welt |
Spanien ist ein Weinriese mit überraschend nüchternem Trinkverhalten. Wer nur auf Produktion schaut, überschätzt den Konsum. Wer auf Zahlen schaut, versteht den Wandel.
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