Bâtonnage oder auch "Batonnage"

 Bâtonnage (auch "Batonnage" geschrieben) ist eine Weinherstellungstechnik, die vor allem bei Weißweinen angewendet wird. Bei diesem Verfahren werden die Hefesedimente (die "Hefe-Lees"), die sich nach der Gärung am Boden des Fasses oder Tanks absetzen, regelmäßig aufgerührt.

Der Name stammt vom französischen Wort "bâton" (Stock), da traditionell ein Stab zum Aufrühren verwendet wurde. Heute nutzen Winzer oft spezielle Geräte oder Methoden.

Der Zweck der Bâtonnage ist:

  1. Komplexität und Textur zu erhöhen: Die Hefezellen geben Mannoproteinen und andere Verbindungen ab, die dem Wein mehr Körper und eine cremigere Textur verleihen.
  2. Die Aromen zu bereichern: Der Kontakt mit der Hefe kann brotartige, nussige und hefige Noten im Wein verstärken.
  3. Die Oxidation zu reduzieren: Die Hefen absorbieren Sauerstoff und schützen so den Wein.

Diese Technik wird besonders häufig bei Chardonnay angewendet, aber auch bei anderen Weißweinen wie Sauvignon Blanc und sogar bei einigen Rotweinen. Die Häufigkeit des Aufrührens variiert je nach Winzer und gewünschtem Stil - von täglich bis wöchentlich oder monatlich.

 

Der Fluss Ebro: Lebensspender für viele Betriebe in Spanien.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Blanca Flor – ein Rioja-Weißwein von Heras Cordón und eine Widmung an meine Mutter

MARQUÉS DEL HUECO TEMPRANILLO – EIN ROTWEIN MIT CHARAKTER

Petrus 1982: Der legendäre Rotwein aus Pomerol